Flugdatenanalyse: N379P
Immer mehr Tatsachen kommen ans Licht, was die CIA jahrelang so alles heimlich über unsere Köpfe hinweg getrieben hat: Redakteure des Schweizer "Blick" haben nach den Flugbewegungen der N313P nun auch einen Großteil der Flüge des «Guantánamo Bay Express» rekonstruieren können: 417 Flüge mit Angaben von Datum, Start und Ziel sind dokumentiert. World.Content.News hat die Auslandsflüge der N379P zusammengefasst und analysiert.
Anders als es der früh von der Presse vergebene Name glauben macht, war die N379P gar nicht der große Guantanamo-Zubringer. Nur acht Landungen auf der Folterinsel konnten festgestellt werden, wobei man berücksichtigen muss, dass auch in diesem Fall nicht alle Daten vorliegen. Sie machen nur ca. 60 bis 70 Prozent der gesamten Flugbewegungen aus, was auf ein enormes Pensum schließen lässt, das die Piloten absolviert haben müssen.
Die N379P wird für mindestens drei Entführungen verantwortlich gemacht, bei allen gibt es für die entscheidenden Momente keine Daten in den Flugregistern, Zufall oder gezielte Manipulation ?
Wie schon die N313P war auch dieses Flugzeug öfters in denjenigen Ländern in Osteuropa anzutreffen, in denen geheime Gefängnisse vermutet werden: Tschechien (6 mal) und Polen (2 mal). Vier mal war das Ziel Rabat und Amman, Kairo wurde gar acht mal angeflogen. Besonders häufig war sie in Kairo anzutreffen (8 mal) und bis zum Herbst 2003 war gar 12 mal Taschkent (Usbekistan) begehrtes Reiseziel.
Selbstredend, dass häufig auch in Deutschland Station gemacht wurde: Frankfurt verzeichnet 31 Stops, München und Ramstein je eine Zwischenlandung.
Die interessantesten Routen lassen tief blicken, wo der Hase im Pfeffer liegt:
20.11.02:
Washington - Guantanamo Bay - Andrews Air Force Base (USA) - Kairo - Larnaca (Zypern)
08.12.02:
Washington - Banjul (Gambia) - Taschkent (Usbekistan, 10.12.) - Frankfurt - Rabat (Marokko) - Frankfurt. Und am nächsten Tag noch einmal von Frankfurt nach Rabat. Hatten die in Marokko was vergessen oder folgte nun der zweite Teil der Lieferung?
07.02.03:
Washington - Rabat - Taschkent - Glasgow (11.02.)
23.03.03:
Washington - Frankfurt - Taschkent - Prag (Tschechien)
03.06.03
Washington - Frankfurt - Taschkent - Warschau (Polen) - Rabat
29.08.04
Washington - Palma de Mallorca - Mitiga (Libyen) - Guantanamo Bay.
Dies darf man ruhig Beweis nennen, dass es in Libyen ein Geheimgefängis gibt.
Nun, der Gefangenenflieger ist inzwischen verkauft (World.Content.News berichtete), doch die Spuren, die er hinterlassen hat, werden der Öffentlichkeit erhalten bleiben.
Hier der Extrakt mit den Auslandsflügen der N379P, wie immer der
"Blick"-Gesamtliste (417 Flugdaten) entnommen:
Download Flight Analysis N379P (zipped Excel-Sheet, 11 KB)
Hintergrundlinks zur N379P:
«Guantánamo Bay Express» (blick.ch, 16.02.06)
Wikipedia: N379P (engl.)
Ausgedient: "Guantanamo Bay Express" an Milliardär verkauft
(WCN, 15.02.06)
Siehe auch:
Flugdatenanalyse: N313P (WCN, 15.02.06)
Anders als es der früh von der Presse vergebene Name glauben macht, war die N379P gar nicht der große Guantanamo-Zubringer. Nur acht Landungen auf der Folterinsel konnten festgestellt werden, wobei man berücksichtigen muss, dass auch in diesem Fall nicht alle Daten vorliegen. Sie machen nur ca. 60 bis 70 Prozent der gesamten Flugbewegungen aus, was auf ein enormes Pensum schließen lässt, das die Piloten absolviert haben müssen.
Die N379P wird für mindestens drei Entführungen verantwortlich gemacht, bei allen gibt es für die entscheidenden Momente keine Daten in den Flugregistern, Zufall oder gezielte Manipulation ?
Wie schon die N313P war auch dieses Flugzeug öfters in denjenigen Ländern in Osteuropa anzutreffen, in denen geheime Gefängnisse vermutet werden: Tschechien (6 mal) und Polen (2 mal). Vier mal war das Ziel Rabat und Amman, Kairo wurde gar acht mal angeflogen. Besonders häufig war sie in Kairo anzutreffen (8 mal) und bis zum Herbst 2003 war gar 12 mal Taschkent (Usbekistan) begehrtes Reiseziel.
Selbstredend, dass häufig auch in Deutschland Station gemacht wurde: Frankfurt verzeichnet 31 Stops, München und Ramstein je eine Zwischenlandung.
Die interessantesten Routen lassen tief blicken, wo der Hase im Pfeffer liegt:
20.11.02:
Washington - Guantanamo Bay - Andrews Air Force Base (USA) - Kairo - Larnaca (Zypern)
08.12.02:
Washington - Banjul (Gambia) - Taschkent (Usbekistan, 10.12.) - Frankfurt - Rabat (Marokko) - Frankfurt. Und am nächsten Tag noch einmal von Frankfurt nach Rabat. Hatten die in Marokko was vergessen oder folgte nun der zweite Teil der Lieferung?
07.02.03:
Washington - Rabat - Taschkent - Glasgow (11.02.)
23.03.03:
Washington - Frankfurt - Taschkent - Prag (Tschechien)
03.06.03
Washington - Frankfurt - Taschkent - Warschau (Polen) - Rabat
29.08.04
Washington - Palma de Mallorca - Mitiga (Libyen) - Guantanamo Bay.
Dies darf man ruhig Beweis nennen, dass es in Libyen ein Geheimgefängis gibt.
Nun, der Gefangenenflieger ist inzwischen verkauft (World.Content.News berichtete), doch die Spuren, die er hinterlassen hat, werden der Öffentlichkeit erhalten bleiben.
Hier der Extrakt mit den Auslandsflügen der N379P, wie immer der
"Blick"-Gesamtliste (417 Flugdaten) entnommen:
Download Flight Analysis N379P (zipped Excel-Sheet, 11 KB)
Flugdaten N379P Fluganlayse Folterflüge CIA Gefangenentransporte Guantanamo rendition flights black sites
Hintergrundlinks zur N379P:
«Guantánamo Bay Express» (blick.ch, 16.02.06)
Wikipedia: N379P (engl.)
Ausgedient: "Guantanamo Bay Express" an Milliardär verkauft
(WCN, 15.02.06)
Siehe auch:
Flugdatenanalyse: N313P (WCN, 15.02.06)
